Nachbetrachtung zur Kommunalwahl



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Nachdem nun ein paar Tage seit der Kommunalwahl vergangen sind, wollen wir uns das Ergebnis mal etwas genauer anschauen.

wahlbeteiligung

Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen in Weinsberg seit 1980

Neben dem guten Abschneiden unserer Liste fällt auf, dass leider die Wahlbeteiligung um einen weiteren Prozentpunkt seit der letzten Gemeinderatswahl nachgelassen hat. Sie ist zwar im Verhältnis zur letzten Bürgermeisterwahl etwas besser geworden, aber mit unter 50% kann man das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an ihrer Stadt schon als bedenklich niedrig bezeichnen.

Besonders erschreckend ist es, wenn man sich Weinsberg und die Ortsteile getrennt anschaut. Lag in den Ortsteilen die Wahlbeteiligung noch um die 50% waren es in der Kernstadt Weinsberg deutlich unter 40%. Das heißt in Weinsberg sind gerade mal etwa 1/3 der Wahlberechtigten zur Wahl gegangen.

Woran könnte die geringe Wahlbeteiligung liegen?

In den letzten Jahrzehnten ist Weinsberg immer weiter gewachsen. Waren es 1980 noch rund 10.000 Einwohner, sind es jetzt über 11.000 Menschen, die in Weinsberg leben. Die letzte Zahl ist aber seit 1994 kaum noch angestiegen und sinkt sogar tendenziell.

Etwas interessanter ist die Entwicklung der Wahlberechtigten und der Wähler seit 1994 (Seit diesem Jahr dürfen EU-Bürger wählen).

Seit 1994 ist die Zahl der Wahlberechtigten um mehr als 1.000 Menschen angestiegen. Gleichzeitig ist aber die Zahl der tatsächlichen Wähler um fast 1.000 Wähler zurück gegangen. Also von einer Wahlbeteiligung von damals knapp über 68 % auf aktuell 48,5 %.

Kann man jetzt daraus schließen, dass viel Neubürger kein Interesse haben, die Entwicklung ihres Wohnorts mitzubestimmen? Oder wurden unsere Bürgerinnen und Bürger in den letzten Jahrzehnten nicht genug in die städtische Entwicklung eingebunden?

Tatsache ist jedenfalls, dass in kleineren Gemeinden oder in Gemeinden, die mehr Bürgerinformationen betreiben, die Wahlbeteiliegung etwas höher zu sein scheint. Weinsberg hat im gesamten Weinsberger Tal jedenfalls die geringste Wahlbeteiligung und auch im Landkreis Heilbronn liegen wir unter den letzten fünf Gemeinden. Das sollte uns zu denken geben.

Man könnte sich auch mal die demographische Entwicklung anschauen. Die Zahl der unter 40-jährigen sinkt seit 1990 beständig und die Zahl der über 40-jährigen steigt stark an. Kann man jetzt daraus schließen, dass die Älteren weniger Interesse am Wählen haben?

Alles Fragen, die wir nicht sicher beantworten können, die aber nachdenklich machen. Es wäre schön, wenn sich mal jemand finden würde, der das Wahlverhalten und die Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen untersucht. Es geht ja nicht nur Weinsberg so.

(Quelle der Zahlenangaben größtenteils: Statistisches Landsamt)

Viele ungültige Stimmzettel

Eine weiter auffällige Zahl sind die vielen ungültigen Stimmzettel. In Weinsberg waren das zwischen knapp über 3 % und etwas über 5 % in den einzelnen Wahlbezirken. In den Ortsteilen waren von 4,5 % bis zu fast 7% aller Stimmzettel, die ungültig waren. Absolut waren 188 Stimmzettel ungültig (2009 waren es 153).

Das zeigt, dass doch Viele mit dem komplizierten Wahlverfahren durch die unechte Teilortswahl nicht zurecht kamen. Insbesondere in den Ortsteilen wurden offenbar an zu viele Kandidaten aus dem eigenen Ortsteil Stimmen vergeben, was einen Stimmzettel insgesamt ungültig gemacht hat.

Außerdem wurden offenbar nicht alle Stimmen vergeben. Die Zahl der gültigen Stimmen lag im Durchschnitt bei etwa 85%.  Insgesamt gab es aber 4.189 gültige Stimmzettel, was theoretisch über 92.000 Stimmen ergibt. Tatsächlich wurden aber nur knapp über 78.000 Stimmen verteilt. Die fehlenden über 14.000 Stimmen hätten die Sitzverteilung im Gemeinderat um bis zu drei Stitze verändern können.

Die Detailergebnisse kann man bei der Stadt Weinsberg sehen.

 

Im Folgenden noch ein paar vielleicht interessante Spekulationen zu den Ergebnissen der einzelnen Listen.

Was wäre wenn, …

…die ABW 1.250 Stimmen mehr bekommen hätte. Dann gäbe es einen Sitz mehr für die ABW und auch einen Gemeinderat mehr. 10 FWV, 6, CDU, 3 SPD und 4 ABW

…die SPD 1.064 Stimmen mehr bekommen hätte. Dann gäbe es einen Sitz mehr für die SPD und auch einen Gemeinderat mehr. 10 FWV, 6, CDU, 4 SPD und 3 ABW

…die FWV 195 Stimmen mehr bekommen hätte. Dann gäbe es einen Sitz mehr für die FWV und auch einen Gemeinderat mehr. 11 FWV, 6, CDU, 3 SPD und 3 ABW

…die CDU 495 Stimmen weniger bekommen hätte. Dann gäbe es einen Sitz mehr für die FWV und auch einen Gemeinderat mehr. 11 FWV, 6, CDU, 3 SPD und 3 ABW

…die SPD 115 Stimmen weniger bekommen hätte. Dann gäbe es einen Sitz mehr für die FWV und auch einen Gemeinderat mehr. 11 FWV, 6, CDU, 3 SPD und 3 ABW

…die CDU in Weinsberg 463 Stimmen mehr bekommen hätte. Dann gäbe es 27 Gemeinderäte mit 12 FWV, 7 CDU und je 4 SPD und ABW.

…die CDU in einem Ortsteil 463 Stimmen mehr bekommen hätte. Dann hätte sich nichts verändert.

…die CDU in Weinsberg 463 Stimmen mehr und die FWV diese Stimmen weniger bekommen hätte. Dann gäbe es 27 Gemeinderäte mit 12 FWV, 7 CDU und je 4 SPD und ABW.

…die CDU in Weinsberg 463 Stimmen mehr und die SPD diese Stimmen weniger bekommen hätte. Dann gäbe es 27 Gemeinderäte mit 12 FWV, 7 CDU und je 4 SPD und ABW.

…die CDU in Weinsberg 463 Stimmen mehr und die ABW diese Stimmen weniger bekommen hätte. Dann gäbe es 26 Gemeinderäte mit 12 FWV, 7 CDU, 4 SPD und 3 ABW.

…so ausgezählt worden wäre, wie bei der letzten Wahl (D’Hondt). Dann gäbe es einen Sitz mehr für die FWV und auch einen Gemeinderat mehr. 11 FWV, 6, CDU, 3 SPD und 3 ABW

 

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