Planungen „Kinderhaus“ Grasiger Hag



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WerkrealschuleAusgangslage zur Entscheidung Kinderhaus:

Rückblickend sind die jüngsten Entscheidungen, den Bildungsbereich unserer Stadt betreffend, speziell Mensa-Neubau, Aufstockung des Bestandsgebäudes im  „Bildungscampus“ und übergangsweiser Leerstand  der Grundschulgebäuden am Grasiger Hag, auf eine Grundsatzentscheidung des Gemeinderates im Jahre 2014 zurückzuführen. Damals entschied der Gemeinderat in einer außerordentlichen Sitzung, die Zusammenlegung der Grundschulen Grasiger Hag und Rossäcker. Dabei wurde vor allem dem Umstand Rechnung getragen, dass durch gesetzliche Regelungen eine Ganztagesschule geschaffen werden sollte. Des Weiteren schien die Schaffung eines „Bildungscampus“ und somit die Stärkung des Schulstandortes Weinsberg eine besonders hohe Priorität zu genießen.

Die Folgen sind seh- und spürbar. Da die bisherigen Platzverhältnisse es schlicht nicht zuließen, die Schülerschaft der Grundschule am Grasigen Hag mit in die Bestandsgebäude aufzunehmen, wurde nun im Sommer kräftig an der Aufstockung des Bestandsgebäudes gearbeitet, um der neu gegründeten Verbundschule die nötigen Zimmer zur Verfügung zu stellen. Sehr ärgerlich waren/sind dabei, teilweise durch Unachtsamkeit verursachte, bauliche Verzögerungen die den Schulbetrieb nicht unbedingt angenehmer machen…

Schulhaus ZehntgasseDie letzte Sitzung am 18.10.2016 brachte nun eine weitere Entscheidung, der im Vorfeld eine Klausurtagung und weitere Ausschuss und Gemeinderatssitzungen vorausgegangen waren. Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich die Fortführung der Planung eines „Kinderhauses“. Des Weiteren wurde das Gebäude in der Zehntgasse zukünftig für die Benutzung durch die VHS vorgesehen. Durch einen Antrag der FWV soll zusätzlich eine Optimierung der bereits bestehenden Kleinkindbetreuung, eine Aktualisierung der Prognosen für Klein- und Kindergartenkinder im Heilbronner Fußweg und die Verkehrssituation überprüft werden.

Das „Kinderhaus“ soll bereits bestehende und „abgängige“ Kindergartengebäude (Rossäcker, Erich-Weismann) ersetzen und mit einem vom Gemeinderat präferierten 3-Gruppigen Modell den Bedarf an Kinderbetreuung decken. Da 3 Gruppen im geplanten „Kinderhaus“ voraussichtlich diesen Bedarf nicht decken ist eine Anmietung von Gebäuden/eines Gebäudes im zukünftigen Wohngebiet „Heilbronner Fußweg“ geplant.

Mein Kommentar:

Die oben beschriebene Thematik sorgte/sorgt nicht nur im Gemeinderat für intensive Diskussionen. Natürlich sind die Planungen auch in der Weinsberger Bürgerschaft Gesprächsthema, die in großer Zahl bei der Grundsatzentscheidung 2014 im Ratssaal vertreten war. Auch wenn der sprichwörtliche Fisch schon geputzt ist, erscheint mir eben diese Entscheidung der Zusammenlegung der Grundschulen als vollkommen überhastet und Grundfehler in den darauf folgenden Jahren. Alternativen (Nutzung der tagsüber doch eher spärlich belegten Hildthalle als Mensalösung) dazu wurden mir zu ungenau oder gar nicht geprüft. Wenn man bedenkt, dass selbst die bestehende Mensa für die weiterführenden Schulen kaum genutzt wird, erscheint mir der zusätzliche Neubau für die Grundschulen am Rossäcker für absolut überdimensioniert.

Eine Verlagerung der Kindergartenbetreuung am Grasigen Hag, namentlich Hermann-Striebel-Kindergarten, Karoline-Gutmann-Kindergarten und Kinderhaus mit dann insgesamt 7 Gruppen, und der Verlagerung der Schulen an den Rossäcker sind, allein schon verkehrstechnisch, kritisch zu betrachten. Die Eltern mit denen ich bisher gesprochen hatte, wie auch mir, erscheint diese Art von Zentralisierung für nicht besonders erstrebenswert.

Die Sanierung des Erich-Weismann-Kindergartens würde mit 450.000 Euro zu Buche schlagen. Die Sanierung der Rossäckerkindergärten in Leichtbauweise, konnte offenbar erst gar nicht beziffert werden, mit dem Hinweis darauf, dass nicht einmal mehr Ersatzteile für die Heizung zur Verfügung stehen würden. Ich bin in finanzieller Hinsicht davon überzeugt, dass selbst durch den Verkauf der freiwerdenden Flächen am Erich-Weismann Kindergartens eine Sanierungslösung der bestehenden Kindergärten Sinn gemacht hätte.

Das Architekturbüro Ruppert erarbeitete eine Machbarkeitsstudie für den Grasigen Hag als Standort eines Kinderhauses und belegte diese Machbarkeit auch. Auf meine Nachfrage an den Architekten, bestätigte er mir, dass die jetzigen Planungen mit lediglich drei Gruppen gerade so den erforderlichen Quadratmeterzahlen für die Gruppenräume der Kinder entsprechen würden. Dies allein halte ich schon für bedenklich. Über den geplanten Bau eines Aufzuges am historischen Gebäude könnte man sich ebenfalls streiten. Was meiner Ansicht jedoch viel gravierender zu sein scheint, ist die Entfernung der Gruppenräume zu den noch anzulegenden Außenspielplätzen. Die bestehenden Kindergärten in Weinsberg waren vermutlich nicht ohne Grund einstöckig geplant. Den Verweis auf Kindertagesstätten und Kinderhäuser im Umland, welche wesentlich mehr Stockwerke haben, kann man durchaus gelten lassen. Persönlich empfand ich unseren Standard mit kurzen Wegen der Kleinsten zu den Außenspielbereichen als Standortvorteil unserer Stadt.

Unsere Fraktion tat/tut sich prinzipiell sehr schwer mit dem Gedanken an ein Kinderhaus an diesem Standort.

Ich halte das Gebäude Grasiger Hag für das, für was es sehr lange Zeit vorgesehen war: ein Schulgebäude und musste dementsprechend votieren.

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Matthias Weller

Geboren 1990, Kaufmännischer Angesteller. Stadtrat für die ABW seit 2014

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